Grußwort der Rektorin

Alexandra

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

ich begrüße Sie ganz herzlich im neuen Schuljahr. Ganz besonders heiße ich unsere 30 Erstklässler willkommen. Ich hoffe,  ihr seid gut angekommen, ihr habt schon Freunde gefunden und das Lesen, Schreiben und Rechnen bereiten euch F...



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Auf 83 Seiten erzählt sie darin die Geschichte der zehnjährigen Lilli, Besitzerin des goldenen Medaillons. Lillis Herz hängt an diesem Medaillon wie an keinem anderen Gegenstand. Denn dieses Schmuckstück hatte ihre Mama bis zu ihrem Tod getragen. Als ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam hängte ihr Vater Lilli das Medaillon um den Hals. Seitdem ist es für sei die wertvollste Erinnerung an ihre Mutter.

Im Innern des Medaillons befinden sich zwei Bilder, eines das ihre Mutter als Künstlerin bei einem ihrer Auftritte zeigt und ein zweites auf dem Lilli und ihre Mutter zu sehen sind.

Das mit dem Medaillon geht niemand etwas an. Nur Lillis Freund Tom weiß was es mit dem Schmuckstück auf sich hat. Doch die Geheimniskrämerei  von Lilli weckt die Neugierde ihrer Klassenkameradinnen die ohnehin auf Lilli wegen ihrer guten Schulleistungen nicht so gut zu sprechen sind. Susi und  Nick beschließen daraufhin ihr eines auszuwischen und das Medaillon zu stehlen.

Bei diesem fiesen Plan hilft ihnen Chris der Steifbruder von Lilli, der ebenfalls auf seine, wie er meint hochnäsige Stiefschwester nicht gut zu sprechen ist. In der Tat gelingt es den Dreien, des Medaillons habhaft zu werden, ein Verlust der Lilli in tiefe Verzweiflung stürzt. Ob und wie es Lilli gelingt, den Diebstahl aufzudecken, davon erzählt der zweite Teil des Buches. Soviel sei hier verraten, alleine hätte sie es wohl nicht geschafft wären da nicht ihr Freund Tom und Frau Pelikan, die Vertrauenslehrerin gewesen.

Das Ganze wird in einer sehr anschaulichen, treffenden Sprache erzählt. Als erwachsener Leser ist man dabei verblüfft, wie gut sich die Autorin in ihre Protagonisten und deren Beziehungsgeflecht hineindenken kann. Der gesamte Handlungsstrang erscheint logisch, berührt so sensible Jugendthemen wie Einsamkeit und Mobbing. Der Bedeutung der Peergroup wird von der Autorin Yaren Tarayici ebenso herausgearbeitet wie die Scheu sich dem Vater oder der Stiefmutter anzuvertrauen. Alles wirkt sehr glaubwürdig und gut nachvollziehbar sowohl für den jugendlichen als auch den erwachsenen Leser. Es fällt leicht das Büchlein in einem Stück durchzulesen, handelt es sich bei den 83 Seiten im Grunde um eine erweiterte Kurzgeschichte mit einem spannenden Inhalt und einer Moral, deren Botschaft auf eine hohe sittliche Reife der Autorin schließen lässt.

Unwillkürlich fragt man sich wie kommt eine junge Türkin dazu ein derartiges Buch zu schreiben? „In der vierten Klasse hab ich halt angefangen, Krimis zu mögen,“ so Yaren. Vor allem die „Schatzjäger“, eine Jugendkrimi-Reihe, hatten es ihr angetan. Obwohl Yaren in Deutschland geboren ist, und neben Türkisch perfekt Deutsch spricht, besuchte sie schon in der Grundschule die Leseförderung an der Johann-Puppert-Schule.

Dort unterstützt die Lehrerin im Ruhestand Sigrid Zillig als Lesepatin der "Aktiven Bürger" die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen. Eines Tages kam von Yaren Tarayici die Frage „Frau Zillig, warum schreiben wir nicht selbst auch einmal einen Krimi?“  Warum eigentlich nicht? Zunächst war nur an ein paar Seiten gedacht, letztlich wurde aber daraus ein Projekt, das ein dreiviertel Schuljahr dauerte. Die entscheidenden Ideen zum Handlungsstrang kamen von der jungen Schülerin. Sie suchte sich auch die Überschriften aus, zu denen dann die Stoffsammlung angefertigt wurde. Nicht selten wurde nun die „Lesestunde“ überzogen. Lesepatin Sigrid Zillig wurde am Laptop kurzer Hand zur Sekretärin umfunktioniert, während Yaren diktierte. Gemeinsam wurde an den Formulierungen gefeilt, ein großer Lernfortschritt für die junge Deutsch-Türkin.

Auch Yarens Eltern sprachen ihrer Tochter Mut zu, ihre Klassenkameraden erfuhren erst später von dem Projekt. So richtig eingeweiht wurden die Buben und Mädchen erst, als das Buch fertig war und im Rahmen eines Referats vorgestellt wurde.

Natürlich mussten die ersten Exemplare noch ausgedruckt und die Seiten sortiert werden. Kerstin Richter unterstützte das Duo beim Drucken, Stanzen und Binden. Ein bis zwei Exemplare befinden sich in der Schülerbibliothek zur Ausleihe. Yaren und ihre Lesepatin können es sich aber auch vorstellen, dass der Jugendkrimi auf der Homepage der Schule veröffentlicht oder über eine örtliche Buchhandlung vervielfältigt wird.

Ein Bericht über die Leseförderung an der JPS ist auch auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. erschienen.


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